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„Klosterhofschule“ (1928-1931)

Mönkhofer Weg 95

Erbaut vom Bauamt der Hansestadt Lübeck, am Rande des damals besiedelten Stadtgebiets gelegen. Das Raumprogramm der Volksschule entstand nach neuesten reform-pädagogischen Anforderungen; angeregt durch den Schulreformer und damaligen Lübecker Schulrat Sebald Schwarz (1925-33) und Schulrat Heyck.

Die Schule zeigt keine „freie“ Baukörper-Anordnung trotz der deutlich herausgearbeiteten geometrischen Grund-Volumen mit flachen Dächern, sondern die beiden vorstehenden Treppenhaus-Bauteile thematisieren eine nahezu symmetrische Monumentalität. Diese wird abgemildert durch die einfachen Ziegelfassaden und durch die großzügigen, horizontalen Fensterreihungen aus stehenden Fensterformaten, unterstrichen durch durchlaufende feine Ziegel-Gesimse. Das Gebäude wirkt durch Schwere und „Bodenständigkeit“, die durch die Fensterreihen und verglasten Treppenhäuser eine gewisse „Durchsichtigkeit“ und Modernität erhält. Hofseitig entfällt diese traditionelle Fassadenwirkung im Zusammenspiel mit dem angegliederten südlichen Saalflügel und erhält eine weitläufig gestaffelte Horizontalität.

Architekt: Baudirektor Hans Pieper (1882-1946) / Lübeck

 

rotes BAUHAUS in Lübeck

Im Lübecker Stadtgebiet befinden sich auch Bauwerke der Moderne aus den 20-/30er Jahren des letzten Jahrhunderts, deren städtebauliche Anlage, Planung und Gestaltung durch das „neue bauen“ und das BAUHAUS beeinflusst sind. Jedoch nicht die hellen, weißen Gebäude − sondern rot-sichtiger Ziegel dominiert das Lübecker Baugeschehen jener Zeit.

 

 

Bemerkung zu den Kurzbeschreibungen

Das ArchitekturForumLübeck stellte einige der hiesigen Bauwerke auf einer Radtour am 08. September 2019 vor. Dabei wurden die Bauten besprochen, und der Zustand, ihre Zusammenhänge zur damaligen Wohnungsnot und dem neuartigen Bauen erörtert. − Dies Faltblatt einhält keine gesellschaftlichen und bautechnologischen Inhalte, die eigentlich zum Verständnis der vorgestellten Bauten unbedingt erforderlich sind, vielmehr liegt der Fokus auf einer äußeren Gebäude-Beschreibung mit Akzentuierung der architektonischen Fragestellung, inwieweit Einflüsse des „neuen bauens“ sowie vorheriger kunsthistorischer Epochen erkennbar sind.

 

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