Do, 26.11.2020 6° C Text vorlesen (ReadSpeaker) Suche Schließen MenüSchließen

Veröffentlicht am 09.10.2020

Lübeck schließt sich der internationalen Resolution zur Nachhaltigen Entwicklung an

Bürgermeister und Lübecker Fairtrade-Gruppe im Dialog über Ziele und Möglichkeiten

Unterzeichnung der Musterresolution , v.l.n.r.: Andrea Witt, Horst Hesse, Silke Langmaack, Heike Schüttler, Aykut Kayabas, Andreas Slemeyer, Katja Mentz

Am Donnerstag, 8. Oktober 2020, unterzeichnete Bürgermeister Jan Lindenau die Erklärung „Agenda 2030 – Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“. Vorausgegangenen war ein Beschluss der Bürgerschaft vom 27. Februar 2020. Damit erkennt die Hansestadt Lübeck die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele an, die so genannten SDGs (Sustainable Development Goals). Die Nachhaltigkeitsziele wurden im September 2015 von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (UNO) beschlossen.

Städten, Kreisen und Gemeinden kommt bei der Umsetzung dieser Ziele eine besondere Rolle zu. Ein zentrales Element für die langfristige Verankerung der SDGs ist - neben der Öffentlichkeitsarbeit - die Verknüpfung von sozialen, ökologischen, ökonomischen und politisch-kulturellen Aspekten mit den Vorsorge- und Versorgungsaufgaben der Kommunalverwaltung.

Beispiele für geeignete Anknüpfungspunkte in Lübeck sind unter anderem:

·         der Armuts- und Sozialbericht (SDG 1 = Keine Armut)

·         die Bildungsangebote der Volkshochschule Lübeck (SDG 4: Hochwertige Bildung)

·         die Frauenförderung (SDG 5: Geschlechtergleichheit)

·         der Rahmenplan Teilhabe für Menschen mit Behinderungen (SDG 10: Weniger Ungleichheiten)

·         die Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung (SDG 13: Klimaschutz, SDG 7: Saubere Energie sowie SDG 11: Nachhaltige Städte).

Bürgermeister Lindenau führt dazu aus: „Ein aktuelles Beispiel für die Verankerung von Nachhaltigkeitsthemen ist unter anderem das im August von der Bürgerschaft beschlossene Touristische Entwicklungskonzept Lübeck/Travemünde 2030. Aber auch die Neuausrichtung der Beschaffung von Büromaterial, bei der die Beschäftigten der Stadt nun angezeigt bekommen, ob die bestellten Materialien nachhaltig sind.“

Doch auch andere Institutionen und Initiativen in Lübeck leisten wichtige Beiträge und Impulse zur Umsetzung dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Anlässlich der Unterzeichnung tauschte sich Bürgermeister Lindenau mit Aktiven der Lübecker Fairtrade-Gruppe über bereits vorhandene sowie neue Anknüpfungspunkte für Lübeck aus. Mit großem ehrenamtlichen Engagement setzt sich die Steuerungsgruppe seit 2011 für den Fairen Handel und damit auch der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Lübeck ein. „Wir freuen uns, dass Lübeck mit der heutigen Unterzeichnung ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit setzt“, so Katja Mentz, Sprecherin der Lübecker Aktiven. „Die Arbeit unserer Initiative berührt inhaltlich vor allem die Ziele zum nachhaltigen Konsum (SDG 12), zur menschenwürdiger Arbeit (SDG 8) und zu Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (SDG 16)“, so Mentz weiter.

Hintergrund: Im Februar 2020 beschloss die Bürgerschaft, dass die Hansestadt Lübeck die UNO-Nachhaltigkeitsziele unterzeichnen soll – ein entsprechender Antrag wurde im Rahmen der Einwohner:innenversammlung im Juni 2019 gestellt. 154 deutsche Städte, Kreise und Gemeinden haben die Musterresolution bereits unterzeichnet.

Weitere Informationen sind online abrufbar unter: www.luebeck.de/klimaschutz sowie unter https://skew.engagement-global.de/musterresolution-agenda-2030.html +++